1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Politik

NRW: Demonstrieren während Unterrichtszeit erlaubt

Erstellt: Aktualisiert:

Kinder bei einer Demonstration für Solidarität mit der Ukraine gegen Russland.
Auch viele Kinder und Jugendliche haben bereits an Ukraine-Demos teilgenommen. © aal.photo/Imago

Das Land NRW erlaubt es Schülerinnen und Schülern auch während der Unterrichtszeit gegen den Ukraine-Krieg zu demonstrieren. Jedoch nur unter bestimmten Bedingungen.

Düsseldorf – Seitdem an Weiberfastnacht (24. Februar) der Ukraine-Konflikt eskaliert ist, gehen in ganz Deutschland und Nordrhein-Westfalen Hunderttausende Menschen auf die Straßen. So gab es allein in Köln bei der Friedensdemo an Rosenmontag ganze 250.000 Teilnehmer. Darunter auch viele Kinder und Jugendliche.

Doch viele Ukraine-Demos finden in der Woche sowie Übertags und damit während der eigentlichen Schulzeiten. Für die NRW-Landesregierung ist das nicht zwingend ein Problem. Schülerinnen und Schüler dürfen an den Anti-Kriegs-Demos unter bestimmten Voraussetzungen auch während des Unterrichts teilnehmen, erklärte Schulministerium Yvonne Gebauer am Donnerstag (3. März).

Ukraine-Demos NRW: Teilnahme während Unterricht nur mit Begleitung und Erlaubnis

Die Schulpflicht werde auch erfüllt, „wenn Schulen im Rahmen unterrichtlicher Planungen Unterricht an außerschulische Lernorte verlegen“, sagte FDP-Politikerin Gebauer der Deutschen Presse-Agentur. „Das kann dann auch altersangemessen die einmalige Teilnahme an einer Solidaritätsdemonstration für die Ukraine sein.“ Schülerinnen und Schüler müssten aber von Fachlehrkräften begleitet und betreut werden und die Schulleitung müsse ihr Einverständnis erteilt haben.

Ansonsten müssen die Demonstrationen für Schüler außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden, erläuterte die Ministerin. Es sei ausdrücklich zu begrüßen, dass Schüler gegen die russische Invasion in die Ukraine protestieren wollten. Demokratie und Völkerrecht seien unumstößliche Grundwerte. „Wenn diese Werte mitten in Europa durch einseitige Aggression und durch einen Angriffskrieg in Gefahr geraten, ist es gut zu wissen, dass die junge Generation dagegen auf die Straße geht und demonstriert.“ (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant