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Ukraine-Krieg: Wie Sie spenden und helfen können

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Von: Max Partelly

Ukraine-Konflikt – Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge
In der Ukraine wütet der Krieg. Viele Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Worauf man achten sollte wenn man spendet. © Marcus Brandt/dpa

In der Ukraine herrscht Krieg. Menschen leiden Not, haben ihr Zuhause verloren, fliehen vor den Kämpfen. Doch wie kann man von Deutschland aus helfen?

Kiew/München - Es ist eine humanitäre Notlage, schreibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Der seit dem 24. Februar vollends eskalierte Ukraine-Konflikt* bringt unzählige Menschen in Situationen, die nur schwer vorstellbar sind. Auch wenn die Lage schwierig ist, befinden sich zahlreiche Hilfsorganisationen in der Ukraine* im Einsatz und leisten dort humanitäre Hilfe.

Die Hilfsmaßnahmen reichen von Feldküchen über Notunterkünfte bis hin zur Versorgung der betroffenen Bevölkerung mit Medikamenten und warmer Kleidung. Auch die Aufnahme und psychologische Unterstützung von Menschen, die ihre Häuser im seit 24. Februar in der Ukraine wütenden Krieg* verloren haben, ist Teil der Hilfe.

Wie kann ich spenden und den Menschen in der Ukraine helfen?

Das DZI hat neben einer Liste mit Stellen, an die man sich wenden kann, um den Menschen in der Ukraine mit Spenden zu helfen, auch eine Sammlung an Tipps erstellt, mit der man sicherstellen kann, dass die Hilfe auch da ankommt, wo sie gebraucht wird.

Die oben genannten Organisationen haben das DZI Spenden-Siegel als Zeichen besonderer Förderungswürdigkeit.

Auch Journalisten in der Ukraine sind in großer Gefahr. Sie brauchen Schutz- und Notfallausrüstung. Auch die Exiljournalisten, die das Land bereits verlassen mussten, benötigen finanzielle Unterstützung, teilt der Verein Netzwerk Recherche mit. Aus diesem Grund hat dieser mit seinen Partnern n-ost, Frag Den Staat, Reporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung, mit denen es eng zusammenarbeitet, eine Spendenaktion gestartet.

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine lesen Sie in unserem News-Ticker.

Ukraine-Krieg: Worauf muss ich bei Spenden achten?

Der Wille, mit Spenden gegen Leid und Not zu helfen, ist häufig schnell da. Doch oft ergeben sich schnell Zweifel, bevor man das Geld losschickt. Kommt es auch an der richtigen Stelle an? Kann es überhaupt sinnvoll eingesetzt werden? Zum einen empfiehlt sich, darauf zu achten, dass die Spende ohne ausdrückliche Zweckbindung überwiesen wird. So wird sichergestellt, dass eine seriöse Hilfsorganisation auf die aktuelle, sich schnell verändernde Lage reagieren kann und die Spende möglichst flexibel und wirksam einsetzen kann.

Zum anderen gilt, dass Geldspenden von Hilfsorganisationen oder direkt unterstützten Personen, Einrichtungen und Unternehmen flexibler und effizienter eingesetzt werden können als Sachspenden. Sachgüter sollten nur gespendet werden, wenn Betroffene und seriöse Organisationen gezielt um sie bitten, erklärt das DZI.

Ukraine-Krieg: Kann man auch ohne Geld zu spenden Flüchtenden helfen?

Wie zuvor angesprochen sind Sachgüter als Spende weniger flexibel einsetzbar als Geldspenden. Nichtsdestotrotz können auch Sachspenden helfen, die das Leid vor Ort zu lindern. Bedarf für Babys und Kleinkinder wird oft benötigt. Sehr wichtig sind auch Schlafutensilien oder Hygieneartikel - Verbandsmaterial und Medikamente helfen ebenfalls. Auch wenn der Krieg das herrschende Thema ist, bleibt auch die Gefahr durch das Coronavirus. Dementsprechend sind auch Masken und Desinfektionsmittel gefragt.

Je nach Bundesland, Region und Stadt gibt es unterschiedliche Anlaufstellen. Oft verweisen Städte und Kommunen auf ihren Internetseiten auf Sammelaktionen und Initiativen zur Flüchtlingshilfe. Abseits der Städte sind auch die lokalen Hilfsorganisationen, wie die Ortsverbände der Caritas oder der Diakonie gute Anlaufpunkte, um Informationen zu erhalten - wie etwa, welche Sachspenden erwünscht sind. Zum Teil bieten auch Tierheime Programme zur Unterstützung der Leidtragenden aus der Ukraine. (mda) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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