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WDR: Rundfunkrat hat neuen Vorsitzenden – mit großer Mehrheit gewählt

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Das Gebäude des WDR in Köln.
Der WDR hat einen neuen Vorsitzenden im Rundfunkrat: Rolf Zurbrüggen wurde mit großer Mehrheit gewählt (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Rolf Zurbrüggen ist neuer Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats, er wurde für fünf Jahre gewählt. Er soll unter anderem mithelfen, die digitale Transformation des Senders voranzutreiben.

Köln – Rolf Zurbrüggen ist neuer Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats. Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums haben ihn am Mittwoch (1. Dezember) mit großer Mehrheit (45 von 54 Stimmen) für eine fünfjährige Amtsperiode gewählt. Damit folgt er auf Andreas Meyer-Lauber, der dem Gremium, das in Köln sitzt, nicht erneut angehört.

Rolf Zurbrüggen neuer Rundfunkrats-Vorsitzender beim WDR – Freude auf künftige Aufgabe

Das ist Rolf Zurbrüggen, neuer Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats

Geboren 1958 in Oelde / Westfalen, verheiratet, zwei Söhne.

Nach Abitur (1976) und Wehrdienst Studium der Fächer Romanistik, Sportwissenschaften und Pädagogik an den Universitäten Münster und Reims. Zweijährige Tätigkeit als Deutschlehrer an französischen Gymnasien (Epernay 1979/80, Charleville-Mézières 1983/84). Erstes und Zweites Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium (1983 bzw. 1986).

Seit 1982 als nebenamtlicher pädagogischer Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung tätig, seit 1987 im Hauptamt.

Seit 1991 an der Volkshochschule Warendorf beschäftigt, zunächst als Fachbereichsleiter, seit dem 1.1.1998 als VHS-Direktor, u. a. verantwortlich für den Programmbereich „Medienkompetenzvermittlung“. Im Wintersemester 1997/98 Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Erwachsenenbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Von 1999-2005 Mitglied im Organisations- und Finanzausschuss (OFA) des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW. Von 2005-2011 als Ausschussvorsitzender Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands. Seit 2009 Sprecher der KPV-Gruppe im Landesverband NRW der Volkshochschulen. 2011-2014 1. stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW, seit Okt. 2014 Vorstandsmitglied.

Vom 2.12.2009 bis 1.12.2016 stellvertretendes Mitglied, seit 2.12.2016 Mitglied des WDR-Rundfunkrats. Seit dem 20.1.2017 Mitglied im Programmbeirat Arte Deutschland. Vom 27.2.2020 bis 30.11.2021 stellv. Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats.

Zurbrüggen danke für das Vertrauen und freue sich auf seine künftige Aufgabe, sagte er in seiner Antrittsrede. Auf den Rundfunkrat kämen durch den digitalen Umbau des Senders und den neuen Medienstaatsvertrag zusätzliche und wichtige Aufgaben zu. „Entscheidend ist, dass das öffentlich-rechtliche Programm relevant bleibt. Dazu gilt es, die Chancen und Risiken digitaler Ausspielwege weiterhin konsequent auszuloten.“ Dabei werde der Rundfunkrat den Sender weiterhin konstruktiv beraten und begleiten. Als Vorsitzender wolle sich Zurbrüggen für eine transparente und starke Gremienarbeit einsetzen – nicht zuletzt, um die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu bewahren und zu stärken.

WDR-Intendant Tom Buhrow gratuliert Rolf Zurbrüggen zur Wahl des Vorsitzenden beim Rundfunkrat

Intendant Tom Buhrow: „Ich gratuliere Herrn Rolf Zurbrüggen zur Wahl als neuem Vorsitzenden des WDR-Rundfunkrates. Als langjähriges Mitglied des Gremiums und zuletzt als sein stellvertretender Vorsitzender kennt er die wichtigen Aufgaben, die auf ihn zukommen werden, sehr gut. Mit den Herausforderungen, die der WDR auf dem Weg in die digitale Transformation zu meistern hat, ist er ebenfalls bestens vertraut. Aufgrund seiner Vita bringt er außerdem eine große Expertise beim Umgang mit den Themen Kultur und Bildung mit, die auch wesentliche Teile des WDR Programmauftrages darstellen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm und dem neuen Gremium.“

Diese Aufgaben hat der WDR-Rundfunkrat

Organisation und Tätigkeit des WDR sind durch das WDR-Gesetz geregelt. Danach ist der Rundfunkrat eines von drei Organen – neben dem Verwaltungsrat und dem Intendanten. Letzterer führt das operative Geschäft des Senders und ist für das Programm verantwortlich. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung. Der Rundfunkrat vertritt als Aufsicht im WDR die Interessen der Allgemeinheit. Ziel ist es, die Vielfalt der Meinungen und Bedürfnisse der Bürger*innen in die Arbeit des Senders einzubringen. Dafür setzen sich im 12. WDR-Rundfunkrat, der seine Arbeit am 2. Dezember 2016 aufgenommen hat, 60 ehrenamtliche Mitglieder ein. Davon sind zwei direkt durch das Gremium gewählt, die übrigen von gesellschaftlichen Gruppen und vom Landtag NRW entsandt.

Rolf Zurbrüggen gehört dem WDR-Rundfunkrat seit 2009 an, zunächst als stellvertretendes und seit Dezember 2016 als ordentliches Mitglied. Für den 12. WDR-Rundfunkrat engagierte er sich im Programmbeirat von Arte Deutschland und als Leiter der Sachkommission Dreistufentests. Ab Februar2020 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des Rundfunkrats. In den ab heute amtierenden 13.WDR-Rundfunkrat wurde Zurbrüggen erneut entsandt vom Landesverband der Volkshochschulen von NRW e.V. Zurbrüggen, Jahrgang 1958 und studierter Gymnasiallehrer mit den Schwerpunkten Französisch, Sportwissenschaften und Pädagogik, ist seit 1982 in der Erwachsenenbildung tätig. Als Direktor der Volkshochschule Warendorf leitet er u. a. den Programmbereich ‚Medienkompetenzvermittlung‘. Er ist Vater zweier Söhne und lebt mit seiner Familie in Oelde, Westfalen.

WDR-Rundfunkrat besteht auf 55 ehrenamtlichen Mitgliedern

Der WDR-Rundfunkrat beaufsichtigt die größte ARD-Anstalt und besteht gemäß WDR-Gesetz aus 55 ehrenamtlichen Mitgliedern, die vom Landtag NRW und gesellschaftlichen Institutionen entsandt sind. Die Mitglieder vertreten im WDR die Interessen der Allgemeinheit. Gemäß seinem gesetzlichen Auftrag beschließt der Rundfunkrat über grundsätzliche Fragen zu Programm, Struktur und Finanzen des WDR. Die Sitzungen sind öffentlich, die nächste findet am 17. Dezember 2021 in Köln statt. (mo/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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