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Werner Spinner: Corona-Impfstoff immer noch nicht für Kinder zugelassen – „völlig unverständlich“

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Von: Michael Hirz

Mitgliederversammlung 1. FC Köln mit dem damaligen Präsidenten Werner Spinner
Werner Spinner © Henning Kaiser /spa

Der Umgang mit der Corona-Herausforderung bringt Ex-Bayer-Manager Werner Spinner so richtig in Rage. Warum, erklärt unser Gastautor Michael Hirz.

Köln – Es gibt positive Nachrichten, auf die man gerne verzichtet. Zum Beispiel beim Corona-Test. Doch da häufen Sie sich gerade. Mit mehr als 50.000 Neuinfektionen pro Tag schleift die Pandemie gerade eine Höchstmarke nach der anderen. Wie humorlos und ohne Respekt für Brauchtum Corona ist, lässt sich beispielhaft in Köln beobachten: Pünktlich zum Start in die Session am 11. im 11. hat es den närrischen Hochadel getroffen: Prinz Sven I. ist vom Virus befallen und damit das gesamte Kölner Dreigestirn in Zwangspause. Jeck ist anders und das karnevalistische Fußvolk derzeit führungslos. Der Machtkampf zwischen Frohsinn und Corona zumindest ist vorerst entschieden. Aber es gilt immer noch: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Ex-Bayer-Manager Werner Spinner: Zulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder dauert viel zu lange

Das Lachen vergangen ist allerdings Werner Spinner. Den ehemaligen Bayer-Vorstand (und, ja, natürlich auch Ex-Präsident des 1. FC Köln) bringt der Umgang mit der pandemischen Herausforderung so richtig in Rage. Vor allem das Schicksal der Kinder treibt ihn um und sein Zorn gilt vor allem der Ständigen Impfkommission (STIKO): „Dass der Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige immer noch nicht zugelassen ist, ist völlig unverständlich. Auch bei den älteren Kindern hat die Zulassung viel zu lange gedauert“, meint der im internationalen Gesundheitswesen erfahrene Werner Spinner. Damit werde den Kleinsten der Gesellschaft völlig unnötiges Leid zugefügt. „Kinder haben eben keine Lobby“.

Er begründet seine Haltung auch damit, dass die USA für Kinder längst - und erfolgreich - eine Impfzulassung erteilt haben: „Die US-Zulassungsbehörde ist eine der strengsten der Welt“, weiß er aus als Ex-Bayer-Manager aus eigener Erfahrung. „Angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen sollte Deutschland auch nicht auf die EU warten. Eine Notzulassung des Impfstoffs für Kinder wäre der gebotene Weg.“

Unser Gastautor Michael Hirz

Der Publizist Michael Hirz war bis vor kurzem Programm-Geschäftsführer des Politik-Senders Phoenix und hat u. a. den „Internationalen Frühschoppen“ moderiert. Jetzt ist Michael Hirz freier Journalist, Kommunikationsberater und sitzt im Vorstand des Kölner Presseclub. Dieser Beitrag stammt aus dem Newsletter des Kölner Presseclub.

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