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Wüst stellt Kabinett vor: Ina Brandes neue Verkehrsministerin – „beste Besetzung“

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Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, vereidigt Ina Brandes, neue Verkehrsministerin von Nordrhein-Westfalen und seine Nachfolgerin vor der ersten Kabinettssitzung.
Ina Brandes tritt die Nachfolge von Hendrik Wüst an. © Rolf Vennenbernd/dpa

Hendrik Wüst, neuer Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat am Donnerstag sein Kabinett vorgestellt. Das Verkehrsministerium übergab er an Ina Brandes.

Düsseldorf – Erst am Mittwoch wurde Hendrik Wüst zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt, nur einen Tag später folgte nun das Kabinett mit einer neuen Personalie. Im Anschluss an die erste Kabinettssitzung unter Hendrik Wüst soll es weitere Details geben.

NRW-Ministerpräsident: Das ist das Kabinett von Hendrik Wüst

Abgesehen vom Verkehrsministerium gab es keine Veränderungen am Kabinett der schwarz-gelben NRW-Landesregierung.

Wüst-Nachfolge: Ina Brandes ist neue NRW-Verkehrsministerin

Ina Brandes ist die neue Verkehrsministerin von NRW. Die bisherige Baumanagerin übernimmt damit die vakant gewordenen Stelle von Hendrik Wüst. Der NRW-Ministerpräsident ernannte die 44-jährige Infrastrukturexpertin gemeinsam mit allen anderen Ministerinnen und Ministern der neuen NRW-Landesregierung am Donnerstag. Ina Brandes wurde in Dortmund geboren und ist seit vielen Jahren CDU-Mitglied. Sie war zwischen 2011 und 2020 Sprecherin der Geschäftsführung des schwedischen Planungskonzerns Sweco.

„Die Nordrhein-Westfalen-Koalition hat in den vergangenen Jahren Rekordsummen in Schiene, Straße und Radwege investiert, um den Sanierungsstau der Vergangenheit aufzulösen und den Menschen bessere, sichere und saubere Mobilitätsangebote zu machen. Diesen pragmatischen und ideologiefreien Kurs werde ich als neue Verkehrsministerin Nordrhein-Westfalens konsequent fortführen“, sagte Ministerin Ina Brandes im Zuge ihrer Ernennung. „Sie ist die beste Besetzung“, sagte Wüst.

Darüber hinaus hat sie klare Ziele für die Zukunft: „Mir liegt dabei besonders am Herzen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Nordrhein-Westfalen entwickelt sich zur Heimat der Mobilität 4.0. Das will ich weiter vorantreiben.“

Wüst stellt Kabinett vor: Die ersten Termine des neuen Ministerpräsidenten

„Die Arbeit für unser Land geht sofort weiter“, kündigte Wüst in einem Video an, das nur wenige Stunden nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten auf Twitter veröffentlicht wurde. „Mein Team, die Landesregierung und ich werden jetzt direkt durchstarten.“

Ministerpräsident Wüst: „Vor uns liegen große Aufgaben“

Für Wüst steht fest: „Vor uns liegen große Aufgaben“, sagte Wüst. „Ob Klimaschutz, Bildungschancen oder der Wiederaufbau nach der Flut: Vor uns liegen große Aufgaben. Wir packen die Dinge direkt an.“ Dabei setze er „auf das Miteinander und Füreinander in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.“

Für den kommenden Mittwoch, 3. November, hat Wüst bereits seine erste Regierungserklärung angekündigt. In seiner Dankesrede nach der Vereidigung im Düsseldorfer Landtag sagte er am Mittwoch, dort wolle er die Vorstellungen seiner schwarz-gelben Koalition für die wichtigsten Themen vorstellen.

Wüst neuer NRW-Ministerpräsident

Hendrik Wüst (CDU) ist am 27. Oktober zum neuen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Er folgt damit auf Armin Laschet (CDU). In der geheimen Abstimmung entfielen 103 Ja-Stimmen auf Wüst. 100 Stimmen hätten dem 46-Jährigen zur notwendigen Mehrheit gereicht.

Hendrik Wüst: Neuer NRW-Ministerpräsident will Ort für Staatskanzlei beibehalten

Vor der Verkündung des Kabinetts hat sich Hendrik Wüst noch zu einem ganz anderen Thema geäußert: der Sitz der Staatskanzlei. Nachdem sich der Standort in den vergangenen Wahlperioden immer wieder verändert hatte, will Hendrik Wüst im alten Staatskanzleigebäude bleiben. „Egal, was der Flurfunk in den letzten Wochen dazu gemeldet haben mag: Die Staatskanzlei wird auch in Zukunft Ihren Sitz im Landeshaus haben“, erklärte der NRW-Ministerpräsident in einer Video-Botschaft an rund 550 Mitarbeiter der Staatskanzlei sowie der Landesvertretungen Berlin und Brüssel.

Wüsts Amtsvorgänger Armin Laschet war aus dem gläsernen Büroturm Stadttor zurück in das alte Staatskanzleigebäude gezogen, von dem aus zuletzt auch Johannes Rau (SPD) und weitere Vorgänger ihre Amtsgeschäfte geführt hatten. Raus Nachfolger Wolfgang Clement (SPD) war direkt nach dessen Amtsübernahme von Rau mit der Staatskanzlei ins Stadttor gewechselt.

An dem teuren Umzug und dem langjährigen Mietvertrag hatte es damals viel Kritik gegeben. Der Umzug zurück ins alte Landeshaus am Rheinufer hatte allerdings vor allem bei Mitarbeitern der Staatskanzlei wiederum viel Murren ausgelöst, da das historische Haus hohen Sanierungsbedarf hatte. (mlu mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wurde am 28. Oktober um 11:50 Uhr inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Ina Brandes zur neuen Verkehrsministerin ernannt.

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