Pferd bricht bei Hitze in Rom zusammen: Video sorgt für Debatte um Kutschfahrten
Bei über 30 Grad bricht in Rom ein Kutschpferd auf einer Brücke zusammen. Die Bilder verbreiten sich rasant und setzen die Stadt unter Druck.
Anfang Juli spielt sich mitten in Rom eine Szene ab, die viele Touristen und Einheimische erschüttert: Auf der Ponte Cavour bricht ein Pferd bei großer Hitze zusammen. In der Stadt werden an diesem Tag Temperaturen von über 30 Grad gemeldet. Das Tier wirkt völlig entkräftet, während der Verkehr weiterläuft und Passanten stehen bleiben. Die Aufnahmen verbreiten sich in kurzer Zeit in sozialen Netzwerken und rücken damit eine Praxis in den Fokus, die in Rom seit Jahren umstritten ist. Kutschfahrten gehören für viele Besucher zum Stadtbild, gleichzeitig steht der Umgang mit den Tieren immer wieder in der Kritik. Der Vorfall liefert nun neue Bilder für eine Debatte, die längst über Rom hinaus wahrgenommen wird.
Streit um „Botticelle“ und Zukunft der Lizenzen
In Rom heißen die traditionellen Touristenkutschen „Botticelle“. Nach Angaben aus der Stadtverwaltung gibt es nur noch wenige Betreiber mit Lizenz. Die Stadt will die Kutschen aus dem Zentrum zurückdrängen oder ganz ersetzen, doch ein Teil der Kutscher lehnt einen Umstieg ab. Roms Tierschutzbeauftragte Patrizia Prestipino reagierte nach dem Vorfall deutlich und erklärte, die Stadt sei für Kutschpferde nicht mehr geeignet. Damit spitzt sich der Konflikt zwischen Tradition, Tourismus und Tierschutz erneut zu. Wie groß der Druck inzwischen ist und welche Bilder die Diskussion antreiben, sehen Sie im Video.