Wettermodelle schüren Verdacht: Auch September könnte viel zu trocken ausfallen

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Von: Dominik Jung

Nach fast 40 Grad kommt kein rettender Landregen – nur ein paar Gewitter. Wetter-Experte Jung warnt: Dürre und Niedrigwasser bleiben uns noch wochenlang erhalten.

Jetzt kommt es noch einmal knüppeldick: Zum Wochenende (15. und 16. August) dreht die Hitze im Westen und Südwesten voll auf, das Thermometer kratzt an den fast 40 Grad. Es ist der letzte große Paukenschlag dieser Extremhitze – und viele hoffen jetzt inständig auf den erlösenden Regen danach.

Die Regensummen bis Dienstag (18. August).
Die Regensummen bis Dienstag (18. August) sind verschwindend gering und resultieren aus einzelnen Schauern und Gewittern. © METEORED/www.daswetter.com

Am Freitag (14. August) knallt die Sonne noch ungebremst vom Himmel, bis zu 39 Grad sind in den Niederungen drin, die Nächte bleiben mit rund 22 Grad tropisch warm. Erst am Samstag ziehen von Westen die ersten kräftigen Schauer und Gewitter auf, örtlich sogar mit Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel.

Der große Landregen wird laut Wetter-Experte Jung nicht kommen

Und genau hier muss ich Ihnen die schöne Illusion leider zerstören. Was da kommt, ist kein flächiger, tagelanger Landregen, sondern ein paar regionale Gewitterklatscher. Damit unsere knochentrockenen Böden und die Flüsse sich wirklich erholen, bräuchte es über Tage verteilt 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter auf die ganze Fläche.

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Nichts davon sehe ich in den Karten! Das bisschen Wasser aus den Gewittern schluckt die ausgedörrte Natur sofort weg, oder es rauscht bei Starkregen einfach oberflächlich ab. Für die Dürre und das dramatische Niedrigwasser in den Flüssen ist das kein großer Wurf – nur ein winziges Durchatmen.

Man tut gerade so, als wäre die Trockenheit jetzt vorbei – doch das ist reines Wunschdenken. Klar, es wird kühler, ab Montag pendeln sich die Werte bei angenehmen 21 bis 28 Grad ein. Aber die paar Liter reißen das riesige Regendefizit hinten und vorne nicht raus. Und dann kommt es dicke: Praktisch alle Wettermodelle rechnen den September schon jetzt als viel zu trocken. Heißt im Klartext: Dürre und Niedrigwasser begleiten uns wohl noch wochenlang. Ich bleibe deshalb dabei und knallhart skeptisch. Das wird noch richtig spannend – und für Natur und Flüsse leider brandgefährlich.

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