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Bafög-Reform: Was sich 2022 für Studierende ändert

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Von: Oliver Schmitz

Bafög
Das BAföG soll grundlegend reformiert und mehr Studierenden zugänglich gemacht werden. (Symbolbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Änderungen für Studierende: Das Bafög soll grundlegend reformiert werden. Erste Änderungen gibt es ab 2022. Vor allem sollen mehr Personen Fördergelder erhalten.

Köln – Mit dem neuen Jahr stehen auch wieder einige Veränderungen in vielen Lebensbereichen in Deutschland an. So gelten für Führerscheine, Krankmeldungen und die Pfand-Regel neue Vorgaben und Richtlinien. Doch auch für Studierende wird es im Jahr 2022 einige Änderungen geben. Diese sind aber alle positiver Natur. Was sich für Studierende im kommende Jahr alles ändert im Überblick.

Bafög-Reform: Was ändert sich für Studierende in 2022?

Studium Deutschland: Mehr Studis sollen Bafög bekommen – Änderungen ab Wintersemester 2022/23

Die Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat eine baldige Bafög-Reform angekündigt. Man werde diese „jetzt sehr zügig“ auf den Weg bringen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch (23. Dezember). „Erste wichtige Schritte“ sollen demnach schon zum Wintersemester 2022/23 umgesetzt werden, hieß es in einer Mitteilung ihres Ministeriums vom Mittwoch anlässlich der Vorlage des neuen Bafög-Berichts, mit dem sich das Bundeskabinett befasste.

Studierende aus Familien mit geringen Einkommen sollen Stark-Watzinger zufolge von sogenannten Starthilfepaketen im Umfang von bis zu 1500 Euro profitieren. „Hohe Kosten für einen Laptop oder andere nötige Anschaffungen zum Studienstart dürfen keine Hürde für ein Studium sein.“

Die Ampel-Parteien hatten in ihrem Koalitionsvertrag eine Bafög-Reform vereinbart. Sie soll den Kreis der Studierenden, die gefördert werden, erweitern. In den vergangenen Jahren hatten immer weniger Menschen Bafög bekommen. Stark-Watzinger nannte weitere Details: Die Bafög-Förderzeiten sollen demnach verlängert und Altersgrenzen angehoben werden. „Wir wollen zudem die Fördersätze erhöhen sowie die Freibeträge anheben, damit mehr junge Leute Anspruch auf Bafög haben.“

Was ist Bafög genau?

Mit dem Bundes­ausbildungs­förderungs­gesetz (BAföG) wird die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten in Deutschland geregelt. Dabei erhalten Menschen in Ausbildung unter bestimmten Bedingungen finanzielle Hilfen. Ziel ist es, die Chancengleichheit in der Bildung zu erhöhen. Das Bafög wurde 1971 eingeführt.

Änderungen für Studierende: Bafög soll langfristig elternunabhängiger werden

Die Bildungsministerin bekräftigte auch das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel, die Förderung langfristig elternunabhängiger zu machen. Die Ampel-Regierung plant die Einführung einer sogenannten Kindergrundsicherung, die aus einem einheitlichen Garantiebetrag für alle Kinder bestehen soll und einem vom Elterneinkommen abhängigen Zusatzbetrag. Der Garantiebetrag soll den Plänen zufolge künftig direkt an volljährige Auszubildende oder Studierende ausgezahlt werden.

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Bafög-Empfänger in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Nach einem Höchststand von 979.000 Bafög-Empfängern (einschließlich Schüler-Bafög) im Jahr 2012 lag sie im vergangenen Jahr bei nur noch 639.000. Der am Mittwoch im Kabinett beratene Bafög-Bericht bestätigt, dass die Zahl der Anspruchsberechtigten und die Zahl der Geförderten in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken sind. „Wir können das so nicht hinnehmen“, sagte Stark-Watzinger.

Das Deutsche Studentenwerk hatte wiederholt kritisiert, dass Leistung und Freibeträge über die Jahre nicht kräftig genug angepasst wurden und Familien mit mittleren Einkommen mit dem Bafög nicht mehr erreicht würden.

Änderungen 2022: Neuheiten beim Führerschein, Einkaufen, für Arbeitnehmer oder Alleinerziehende

(os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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