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Einkaufen ohne Kasse: Bei Rewe am Neumarkt in Köln ist das nun möglich

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Von: Jonah Reule

Ein Rewe-Markt mit der „Pick & Go“-Technik wird eröffnet
In Köln ist das Einkaufen ohne Kasse mit der „Pick & Go“-App möglich © Lukas Barth/dpa

Einkäufe direkt vom Regal in die Tasche packen und online bezahlen. Das ist nun bei Rewe in Köln möglich. Was Kunden zum neuen Einkaufsmodus wissen müssen.

Köln – Jeder kennt die langen Schlangen an den Kassen der Supermärkte. Bei der Kölner Supermarktkette Rewe ist nun in einer Filiale in Köln Einkaufen ohne stationäre Kasse möglich. Das neue System heißt „Pick & Go“.

Rewe „Pick & Go“: So funktioniert es

„Pick & Go“ Anleitung:

► Rewe „Pick & Go“-App aufs Handy laden

► Kundenkonto anlegen

► Bezahlmethode auswählen

► QR-Code aus der App am Markteingang scannen

► Einkäufe in die Tasche packen

► Markt nach dem Einkauf verlassen

► Rechnung online bezahlen

Mit der „Pick & Go“-Technik können Kunden im Rewe-Markt am Neumarkt Köln auf ganz neue Art und Weise einkaufen. Alles, was man dazu brauche, sei die eigens dafür eingerichtete Rewe „Pick & Go“-App, erklärt Anika Vooes, Managerin für Innovation bei Rewe.

Für den Einkauf mit „Pick & Go“ benötigen Kunden einen von der App generierten QR-Code. „Um den Einkauf zu starten, wird der QR-Code am Eingangsgate gescannt und dann kann der Einkauf auch schon losgehen“, erklärt Vooes. Danach können die Kunden die Artikel aus den Regalen nehmen und direkt verstauen. Nach Abschluss des Einkaufs werde die Rechnung online generiert. Den Kunden werde diese nach dem Verlassen des Rewe-Markts einfach aufs Handy geladen, so Vooes. Bezahlt werde online.

Kontaktloses Einkaufen dank Computervision-Technik

So funktioniert die Technik hinter „Pick & Go“:

► Kameras decken die gesamte Verkaufsfläche des Marktes ab

► Gewichtssensoren in den Regalen erfassen jedes entnommenes Produkt

► Aus den Kamerabildern und den Sensormessungen können alle Produkte samt Stückzahl identifiziert werden.

► Daraus errechnen Computer den Warenkorb des Kunden und erstellen die Rechnung

Damit die „Pick & Go“-Variante funktionieren kann, habe man den Rewe-Supermarkt am Neumarkt mit der Technik „Computervision“ ausgestattet, erklärte Innovationsmanagerin Vooes. Diese besteht unter anderem aus Kameras an der Decke. Damit könne man alle Bewegungen der Kunden an den Regalen nachvollziehen. Zusammen mit Sensoren an den jeweiligen Regalen könne die Technik die Menge der einzelnen vom Kunden gekauften Produkte errechnen, so Vooes.

Liegt ein Produkt an einer falschen Stelle im Regal, so können die Kameras dies erkennen: Kunden müssten sich keine Sorgen machen, dass ihnen Artikel falsch zugeordnet werden, verspricht Rewe.

Rewe: „Pick & Go“-Technik soll Datenschutzbestimmungen erfüllen

Das Thema Datenschutz nehme man ernst, heißt es bei Rewe. „Wir speichern keine Daten, die Personen direkt identifizieren können“, so Innovationsmanagerin Vooes. Man setze keine Gesichtserkennung ein und speichere auch keine Fingerabdrücke, die Technik sei von Juristen und Datenschutzexperten geprüft und als sehr datensparsam eingestuft worden, so Vooes.

„Pick & Go“: Gibt es keine Kassen mehr?

Obwohl die „Pick & Go“ -Technologie ohne Kasse funktioniert, werde es weiterhin Mitarbeitende im Markt geben, so Rewe. Das heißt: Bezahlen an normalen Kassen ist zusätzlich möglich.

In diesen Filialen wird Rewe „Pick & Go“ genutzt

Köln

REWE Supermarkt am Neumarkt, Zeppelinstraße 2, 50667 Köln

München

REWE Supermarkt in der Karlstraße 36, 80333 München

Berlin

REWE Supermarkt am Mauerpark, Schönhauser Allee 130, 10437 Berlin Prenzlauer Berg

Neben der Filiale in NRW setzen auch Rewe Supermärkte in München und Berlin die „Pick & Go“ -Technik ein. Neu ist in viele Märkten auch die „Scan & Go“-Technik, bei der Kunden in über 60 Supermärkten ihre Einkäufe bereits während des Einkaufs scannen. Bezahlt wird an Express-Kassen. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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