1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Wirtschaft

Gas-Krise: Deutsche kaufen trotz Nachteil Elektro-Heizungen in Massen

Erstellt:

Von: Karolin Stevelmans

Die Sorge vor Gasknappheit im Winter treibt bereits jetzt schon viele Menschen in die Baumärkte. Unterschiedliche Heizgeräte landen dabei im Wagen.

Dortmund – Eigentlich ist bei den sommerlichen Temperaturen gegenwärtig Schwitzen angesagt. Doch Ventilatoren sind aktuell nicht die gefragtesten Artikel im Baumarkt. Wie die Tagesschau berichtet, ist der Ansturm auf mobile Heizgeräte groß. Allerdings stellen die Elektro-Heizungen keine sehr kostengünstige Alternative dar, wie RUHR24 berichtet. Im Notfall können sie jedoch für warme Raumtemperaturen sorgen.

HeizgeräteMobile Elektro-Heizungen
Verkäuferu.a. Baumärkte
GrundSorge vor Stopp der Gaslieferungen aus Russland

Gasheizung-Alternative: Elektro-Heizungen gefragter denn je – Wie funktioniert das Heizen mit Strom?

In vielen Baumärkten sind mobile Heizungsgeräte bereits ausverkauft. Mitten im Sommer treffen viele schon Vorsorge für den kommenden Winter und einem möglichen Lieferungsstopp von Gas aus Russland. Zwar können die mobilen Heizgeräte für Wärme sorgen, sie haben allerdings auch einen Nachteil – sie gelten als Stromfresser. Doch welche Modelle von Elektro-Heizungen gibt es genau?

In der Gaskrise steigt die Nachfrage nach Heizlüftern
Die Angst vor Gas-Engpässen im kommenden Winter sorgt mitten im Sommer für einen Nachfrageboom bei Heizlüftern. © Felix Hörhager/dpa

Gasheizung-Alternative: Mobile Elektro-Heizung haben einen klaren Nachteil

Das Vergleichsportal Verivox gibt an, dass das Heizen mit einer Elektro-Heizung um ein vielfaches teurer ist als die Nutzung von Gasheizungen. Die Kosten für eine Kilowattstunde Erdgas lag laut Verivox im ersten Halbjahr 2022 durchschnittlich bei etwa 14 Cent. Der Strompreis hingegen fällt mit 40 Cent je Kilowattstunde deutlich teurer aus (mehr Service-Themen bei RUHR24).

Anhand eines Beispiels lässt sich dieser Unterschied festmachen: Die durchschnittlichen Stromkosten belaufen sich bei einem Einfamilienhaus jährlich auf etwa 1.206 Euro. Wenn eine Familie mit Strom heizen würde, fielen die Stromkosten mit 4.810 Euro im Jahr um ein vielfaches höher aus, so der Tagesspiegel. Damit würden sich die Stromkosten eines Einfamilienhauses mit Stromheizungen nahezu vervierfachen.

Das Heizen mit Elektro-Heizungen ist daher deutlich teurer als Heizen mit Gas. Gegenwärtig befindet sich der Strompreis in Deutschland allerdings zusätzlich auf einem hohem Niveau. Mobile Heizungen bieten für begrenzte Wohnflächen zwar Wärme, Verbraucher müssen jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen, um die Stromkosten zu decken. Damit sich die Kosten am Jahresende nicht weiter erhöhen, empfiehlt es sich Strom einzusparen.

Wer überlegt von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umzusteigen, sollte einige Hinweise beachten. Denn nicht für jedes Haus ist eine Wärmepumpe geeignet.

Auch interessant