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Panzer und Munition: Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnet schon jetzt kräftiges Umsatzplus

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Ein Schützenpanzer vom Typ Puma wird auf dem Erprobungsgelände des Unternehmens Rheinmetall in der Lüneburger Heide vorgestellt.
Mit Panzern lässt sich viel Geld verdienen. (Archivbild) © Holger Hollemann/dpa

Panzer und Rüstung des Düsseldorfer Konzerns Rheinmetall sind wegen des Ukraine-Kriegs stark nachgefragt. Aktuelle Zahlen unterstreichen das.

Düsseldorf – Militärausrüstung steht vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges hoch im Kurs. Panzer werden vermehrt auf deutschen Straßen gesichtet. Davon profitiert auch der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall. Schon in diesem Jahr verzeichnet das Unternehmen aus Düsseldorf ein kräftiges Umsatzplus. Bisher habe man bei militärischen Gütern für 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzplus von 10 Prozent gerechnet. Nun gehe man von 20 Prozent aus, sagte Konzernchef Armin Papperger.

NameRheinmetall
Gründung1889
SitzDüsseldorf
CEOArmin Papperger
Mitarbeiter24.000 (weltweit)
Große ProduktionsstättenUnterlüß (Niedersachsen), Bremen, Kassel, Kiel
Produkte2/3 Rüstung, 1/3 Autoteile

Rheinmetall erhöht Umsatz mit Panzern für die Bundeswehr

Schon seit längerem ist man auf Wachstumskurs und profitiert dabei bisher vor allem von Auslandsaufträgen. So hat Rheinmetall Schützenpanzer an Ungarn verkauft. Die am Donnerstag (17. März) vorgestellten Zahlen im Überblick:

Aus dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro, das die Bundesregierung zur Ertüchtigung der Bundeswehr bereitstellen will, werde das Unternehmen schon in diesem Jahr erste Umsätze erzielen. Es lägen schon „erhebliche Anfragen“ aus Deutschland vor. Nach dem Beginn des Ukraine-Krieges bot Rheinmetall dem Bund ein langfristiges, 42 Milliarden Euro schweres Produktpaket an. Es geht um Panzer, Munition, Militär-Lastwagen und andere Güter. 

Linke: „Gute Zahlen für Rheinmetall sind schlechte Nachrichten“

Der Landesverband der Linken in NRW kritisiert die aktuellen Entwicklungen um Rheinmetall. Die steigenden Zahlen würden bedeuten, dass die Rüstungsspirale weitergedreht und mehr Kriegsgerät gebaut wird, um Menschen zu töten. „Wir wenden uns entschieden gegen diese Politik, die in der Rüstungsindustrie die Sektkorken knallen lässt. Frieden wird es nicht durch noch mehr Militär geben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Gute Zahlen für Rheinmetall seien schlechte Nachrichten. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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