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Rheinmetall will 1500 neue Jobs in Deutschland schaffen – jetzt ist klar, wer gesucht wird

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Von: Fabian Hartmann

Ukraine-Krieg und steigende Wehretats: Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall profitiert davon – und will massig neue Jobs schaffen. Jetzt ist klar, wo sie entstehen sollen.

Düsseldorf – Keine Frage: Es gibt sie, die Profiteure des Kriegs in der Ukraine. Der Rüstungskonzern Rheinmetall aus Düsseldorf gehört dazu. Unter dem Eindruck des russischen Überfalls hat die Bundesregierung angekündigt, 100 Milliarden Euro als Sondervermögen in die Bundeswehr zu stecken. So soll die Truppe wieder auf Vordermann gebracht werden. Auch andere EU-Staaten wollen ihre Wehretats aufzustocken. Das verspricht viele neue Aufträge für Rheinmetall.

Rheinmetall: Facharbeiter, Projektmanager und Entwickler gesucht

Der Konzern kündigte bereits im März an, weltweit bis zu 3000 neue Mitarbeiter einstellen zu wollen. Inzwischen ist klar, um was für Jobs es sich dabei handelt. „Wir suchen vermehrt Facharbeiter, Projektmanager sowie Entwickler“, sagte ein Unternehmenssprecher IPPEN.MEDIA. Interessant: Die Hälfte der Arbeitsplätze soll in Deutschland entstehen.

► Die Rheinmetall AG ist Rüstungshersteller und Zulieferer von Automobilteilen

►  Rheinmetall gehört zu den weltweit größten Rüstungskonzernen

►  Im Ranking der weltweit umsatzstärksten Waffenhersteller landete Rheinmetall 2020 auf Platz 27, so das Stockholmer Friedensinstitut SIPRI

►  Bei Rheinmetall entstehen unter anderem Panzer, Flugabwehrsysteme, Simulatoren

Rheinmetall-Schriftzug an der Konzernzentrale:
Rheinmetall-Schriftzug an der Konzernzentrale: 1500 Jobs sollen in Deutschland entstehen © Federico Gambarini/dpa

Fakt ist: Die Bundeswehr leidet unter einem jahrelangen Investitionsstau. Kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges bot Rheinmetall dem Bund ein langfristiges, 42 Milliarden Euro schweres Produktpaket an – dabei ging es vor allem um Panzer, Munition und Militär-Lastwagen. „Es kann nicht sein, dass wir uns im Falle eines Angriffs nach ein paar Tagen nicht mehr wehren können, weil der Bundeswehr die Munition ausgegangen ist“, sagte Konzernchef Armin Papperger der Wirtschaftswoche. Die Rheinmetall-Aktie legte einen Kurssprung hin.

Der Krieg beflügelt die Geschäfte des Rüstungsherstellers: In diesem Jahr geht das Unternehmen von einem Umsatzplus von 20 Prozent aus. Dabei hatte man erst nur mit zehn Prozent gerechnet.

Rüstungskonzern Rheinmetall: Manager war tagelang verschwunden

Zuletzt sorgte das Unternehmen allerdings für andere Schlagzeilen: Ein Rheinmetall-Manager war vier Tage lang vermisst. Die Führungskraft ließ Termine platzen, auch auf Anrufe reagierte er nicht. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung tauchte der Mann am Sonntag in der Nähe der Kasseler Messehallen – alkoholisiert. Zu den Hintergründen des Verschwindens war zunächst nichts bekannt. (fh) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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