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C&A schließt Filialen – aber verlängert Mietvertrag der Verwaltung um 13 Jahre

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Von: Maximilian Gang

C&A schließt 2023 erneut zahlreiche Filialen in Deutschland. Vor kurzem wurde der Mietvertrag für ein Verwaltungsgebäude aber um 13 Jahre verlängert.

Düsseldorf – Seit der Corona-Pandemie arbeitet C&A an einer Umstrukturierung in ganz Europa. In der Folge müssen einige Filialen schließen. Bereits im vergangenen Jahr wurden im Zuge dessen bereits 13 C&A-Filialen in Deutschland geschlossen. Auch 2023 werden mehrere Standorte von C&A dichtmachen müssen.

Fest steht: Die C&A-Stores in Köln und Düsseldorf bleiben – zumindest vorerst – geöffnet. Doch anderen Filialen in Nordrhein-Westfalen droht das Aus. Was auf den ersten Blick verwundern mag: C&A hat erst im vergangenen Sommer den Mietvertrag ihrer Hauptverwaltung in Düsseldorf verlängert – um ganze 13,5 Jahre. Wie passt das zusammen?

C&A
VorstandsvorsitzendeGiny Boer
Gründungsjahr1841
GründungsortSneek, Niederlande
HauptsitzVilvoorde, Belgien
Mitarbeiter in Deutschland10.500 (2021)

C&A: „Zukunftsfähigkeit“ als Maßstab für Schließungen

„Im Rahmen von regelmäßigen Analysen kommt C&A zu der Entscheidung, das Storeportfolio anzupassen“, wie Claudia Junge, Sprecherin von C&A, gegenüber 24RHEIN erklärt. Unternehmenssprecherin Betty Kieß begründete die Auswahl der Filialen im Zuge der letzten Schließungswelle mit der Zukunftsfähigkeit der Stores: „Einflüsse wie das Marktumfeld, aber auch die Stadt- und Handelsentwicklung spielen eine wichtige Rolle“, so Kieß damals.

Darüber, wie die diesjährige Anpassung des Filialnetzes konkret aussehen wird, gibt das Bekleidungsunternehmen jedoch keine Auskunft. Dass C&A-Stores schließen werden, steht aber bereits fest. Für drei Filialen von C&A ist das Aus bereits besiegelt.

Schließungen bei C&A: Für diese Filialen steht das Aus bereits fest:

C&A-Schließungen: Sprecherin betont Stellenwert des Filialnetzes

Wie kommt es dann zu dem sehr langfristigen Mietvertrag in der Landeshauptstadt? „Unsere 1300 Filialen und Offices, wie in Düsseldorf, sind natürlich ein wichtiger Bestandteil unserer Vertriebsstruktur in den 17 europäischen Ländern, in denen wir vertreten sind“, so Junge. Laut diesen Angaben stelle das Filialnetz auch weiterhin einen Fokus für die Zukunft von C&A dar.

Die Sprecherin betont die Wichtigkeit der Stores für das Unternehmen: „Im Einklang mit unserer „One C&A“-Strategie nahmen unsere Filialen schon immer eine wesentliche Rolle im Kontakt mit unseren Kunden ein“. Deshalb halte C&A trotz der zunehmenden Bedeutung von Online-Shops an dem Filialportfolio fest und benötigt auch mittelfristig eine große Konzernzentrale zum Steuern.

C&A: 730 Filialen in Europa wurden modernisiert

Beim Konzern spricht man ungern von Schließungen und nennt die Maßnahme „Umstrukturierung“: „Wir investieren kontinuierlich in unsere Stores, um das Einkaufserlebnis unserer Kundinnen und Kunden zu optimieren. In den vergangenen 18 Monaten hat C&A mehr als 730 Filialen in ganz Europa modernisiert“, so die C&A-Sprecherin. Damit sei man auf Kurs in der Strategie zur Storemodernisierung. Die Schließungen seien also eher Umstrukturierungen der Stores als ein Abbau.

Für die betroffenen Filalen ist das Ergebnis aber dasselbe: Sie werden schließen müssen. Filialschließungen spielen nicht nur bei C&A eine Rolle: Aktuell bauen mehrere große Verkaufshausketten Filialen ab, unter anderem Primark und Galeria. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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