1. 24RHEIN
  2. Welt
  3. Wirtschaft

Welche Fristen für den Umtausch von Weihnachtsgeschenken gelten

Erstellt:

Von: Mick Oberbusch

Wenn das erhaltene Weihnachtsgeschenk nicht gefällt, heißt es: Sich um den Umtausch kümmern. Viel Zeit hat man in einigen Fällen aber nicht mehr.

Köln – Wohl jeder Mensch hat schon mal ein Weihnachtsgeschenk erhalten, bei dem sie oder er „gute Mine zum bösen Spiel“ machen musste – und nach dem Auspacken wohl direkt daran gedacht hat, das Präsent wieder umzutauschen. Doch was ist beim Umtausch zu beachten? Welche Fristen gibt es? Und was ist, wenn das Geschenk bereits kaputt geliefert wird?

Umtausch im Geschäft: Muss der Händler das Geschenk zurücknehmen, wenn es mir nicht gefällt?

Geschenkübergabe Weihnachten
Wenn das Weihnachtsgeschenk nicht gefällt, sollte man sich mit dem Umtausch unter Umständen nicht zuviel Zeit lassen (Symbolbild). © Fotostand/Imago

Nein, nicht zwingend. Wenn das Geschenk in einem Ladengeschäft gekauft wurde, ist die Kundin bzw. der Kunde auf die Kulanz der Händlerinnen und Händler angewiesen. „Wenn nicht schon beim Kauf schriftlich zusichert wurde, dass das Geschenk umgetauscht werden kann, muss es kein:e Händler:in zurücknehmen, weil es nicht gefällt“, teilt die Verbraucherzentrale NRW mit.

Kauf im Internet – in der Regel 14 Tage Widerrufsrecht für Weihnachtsgeschenke

Im Internet sieht dies etwas anders aus. Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, heißt es vonseiten der Verbraucherzentrale. Das bedeutet konkret für dieses Jahr aber auch: Wurde das Geschenk vom Schenkenden beispielsweise einen Tag vor Heiligabend (23. Dezember 2022) gekauft, kann es nur noch bis Ende dieser Woche (6. Januar 2023) zurückgegeben werden. Wurde es beispielsweise an einem verkaufsoffenen Sonntag in NRW Anfang oder Mitte Dezember gekauft, dürfte es nun schon zu spät sein. Hier braucht es keine Angabe eines Grundes, wenn das Geschenk zurückgehen soll.

Reklamation: Was ist, wenn das Weihnachtsgeschenk kaputt ist?

In diesem Fall haben Kundinnen und Kunden klare Rechte: Bei Neukäufen besteht in der Regel zwei Jahre lang die Möglichkeit, Ansprüche zur Reklamation bei Händlerinnen und Händlern geltend zu machen. „Dabei ist es egal, ob die Ware aus dem Internet oder einem Ladengeschäft stammt“, teilt die Verbraucherzentrale mit. Kommt es zu einem Streit aufgrund des Mangels; etwa dass der Händler angibt, die Ware sei einwandfrei geliefert worden, muss er dies innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Kauf beweisen.

Weihnachtsgeschenk hat Mängel: Kann ich mir einen Teil des Preises erstatten lassen?

Das bedeutet allerdings nicht sofort, dass das Geld zurückkommt: „Händler:innen dürfen darauf bestehen, Produkte mit Mängeln reparieren zu lassen oder gegen ein gleichwertiges mangelfreies Produkt zu tauschen. Erst wenn das nicht gelingt, können Sie den Kaufpreis mindern oder auf Rückzahlung bestehen“, so die Verbraucherzentrale. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant