Billig-Airline schließt – für über 500 Mitarbeiter und Urlauber „ein Schlag“: Wie es nun weitergeht
Viele Urlauber fiebern dem Sommerurlaub entgegen. Jetzt stellt eine Billig-Airline ihr Angebot ein – was das für Fluggäste und Mitarbeiter bedeutet.
Berlin – Wer per Billigflieger nach Asien reisen wollte, konnte bis vor kurzem Flüge über Jetstar Asia buchen. Das wird ab dem 31. Juli 2025 nicht mehr möglich sein. Nach 20 Jahren stellt Qantas den Betrieb der in Singapur ansässigen Billigfluggesellschaft ein. Mehr als 500 Mitarbeiter werden entlassen.
Billig-Airline stellt Betrieb ein – über 500 Mitarbeiter schockiert
Die Billigfluggesellschaft kämpft mit steigenden Zulieferkosten, hohen Flughafengebühren und verstärkter Konkurrenz. Jetstar-Group-CEO Stepahnie Tully erklärte, dass die Airline nur in sechs ihrer Betriebsjahre Gewinne einfahren konnte. Die Billigfluggesellschaft wird laut Medienberichten in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich einen Verlust von 35 Millionen australischen Dollar (19,6 Mio. Euro) machen.

Mehr als 500 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen und müssen gehen. „Die Nachricht von der Schließung von Jetstar Asia ist für viele Mitarbeiter der Fluggesellschaft ein Schlag. Sie haben im Laufe der Jahre viel für die Fluggesellschaft geleistet“, schrieb der singapurische Politiker Ng Chee Meng auf LinkedIn. Er ist zugleich Generalsekretär des Gewerkschaftszentrums National Trades Union Congress.
Qantas hat zugesichert, den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen und Unterstützung bei der Suche nach neuen Jobs innerhalb der Gruppe oder bei anderen Airlines zu bieten. Zudem erhalten alle Mitarbeiter von Jetstar Asia laut marketscreener Abfindungszahlungen.
Billig-Airline macht dicht – was das für Urlauber und Mitarbeiter bedeutet
Alle Flüge werden in den kommenden sieben Wochen schrittweise reduziert. Von der Schließung sind 16 Strecken in Asien betroffen, darunter Flüge von Singapur zu Zielen in Malaysia, Indonesien und den Philippinen. Sie hat keine Auswirkungen auf den Inlands- und Auslandsflugbetrieb von Jetstar Airways in Australien und Neuseeland oder auf Jetstar Japan. Jetstar Airways wird weiterhin von Australien aus nach Asien fliegen, darunter alle beliebten Ziele in Singapur, Thailand, Indonesien, Vietnam, Japan und Südkorea.
Betroffenen Passagieren wird eine volle Rückerstattung des Flugpreises angeboten. Für einige Urlaubsgäste werden Umbuchungen auf alternative Flüge der Qantas Group möglich sein. Jetstar Asia rät Betroffenen dazu, direkten Kontakt zu den Anbietern aufzunehmen. Kunden von Jetstar Asia werden über Umbuchungen oder Rückerstattungen umgehend informiert.
Allerdings kann es offenbar dauern, bis die Abwicklung der Rückerstattungen bei den stornierten Flügen erfolgt. Aufgrund Überlastung der Hotlines verzögert sich für Betroffene der Prozess, wie The Straits Times berichtete. Andere Fluggäste berichteten über abgelehnte Rückerstattungsanträge.
Billigfluggesellschaft stellt Betrieb nach 20 Jahren schrittweise ein
Passagiere mit Tickets für Flüge im Zeitraum nach der Schließung am 31. Juli werden laut BBC von der Fluggesellschaft kontaktiert. Durch die Schließung der Billigfluglinie von Qantas erhält Australiens nationale Fluggesellschaft 500 Millionen australische Dollar (325,9 Millionen US-Dollar bzw. 241,4 Millionen Pfund), die sie in die Erneuerung ihrer Flugzeugflotte investieren kann. (bohy)