Trumps Handelskrieg geht weiter: Zölle sollen „diese Woche“ steigen

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Von: Nils Thomas Hinsberger

Die USA eskalieren den Handelskrieg weiter. Schon bald sollen Donald Trumps Zölle auf 15 Prozent steigen. Bundeskanzler Merz ringt um eine Einigung.

Nachdem der Supreme Court Donald Trumps Strafzölle auf andere Länder größtenteils kassiert hatte, kündigte der US-Präsident bereits kurz darauf die nächsten Strafzölle an. Zunächst wurde ein 10-Prozent-Basiszoll gegen alle Handelspartner der USA verhängt. Noch in dieser Woche könnte der auf 15 Prozent ansteigen.

US-Präsident Trump empfängt Bundeskanzler Merz
US-Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus. © Kay Nietfeld/dpa

US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Mittwoch im Sender CNBC, dass die Zollsteigerung „wahrscheinlich irgendwann in dieser Woche“ umgesetzt werden solle. Dieser Zollsatz solle dann für 150 Tage gelten. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zollsätze innerhalb von 5 Monaten wieder auf dem alten Niveau sein werden“, fügte der MAGA-Republikaner hinzu.

Trumps Zollpolitik: Merz kämpft gegen „Risikofaktor“ für die deutsche Wirtschaft

Bei einem Treffen zwischen Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz am vergangenen Dienstag (3. März) waren die Zölle ebenfalls Thema gewesen. Der Kanzler sagte danach, er sehe positive Signale für eine schnelle Umsetzung des EU-Handelsabkommens mit den USA vom Sommer. Dieses sah bereits einen 15-prozentigen Aufschlag auf die meisten europäischen Produkte vor. Merz äußerte in Washington die Hoffnung, dass die US-Importzölle nicht über diesen Satz steigen.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hatte sich positiv zu dem Treffen in Washington geäußert. „Gut, dass der Kanzler das Gespräch in Washington sucht. Gerade jetzt brauchen unsere Unternehmen vor allem eines: Klarheit über unsere Wirtschaftsbeziehungen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier in einer Pressemitteilung. Für die deutsche Wirtschaft seien die Handelsbeschränkungen mit den USA „längst zu einem echten Risikofaktor geworden“.

USA ächzen unter Trumps Zöllen: Bevölkerung trägt die Kosten

Trump sieht in den Zöllen die Möglichkeit, eine angebliche Benachteiligung der USA im Welthandel auszugleichen. Er versprach Milliarden an Mehreinnahmen, die der gesamten Bevölkerung zugutekommen sollten. Sogar von Sonderzahlungen für jeden US-Bürger war die Rede.

Doch Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigten, dass die in die USA exportierenden Unternehmen die Zollkosten nicht selbst tragen, sondern zu über 90 Prozent an ihre Kunden weitergeben. Das lässt die Preise in den USA weiter steigen. (Quellen: CNBC, AFP, Kiel Institut für Weltwirtschaft) (nhi)

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