Hausärzte, Lehrer und Kinderärzte

Corona-Impfung für Kinder an Schulen: Experten äußern Bedenken und Vorbehalte

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Die Schulen in NRW kehren wahrscheinlich ab dem 31. Mai wieder größtenteils in den Präsenzunterricht zurück. (Symbolbild)

Der Corona-Impfstoff von Biontech könnte noch im Mai für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen werden. Doch mehrere Experten sehen Impfungen an Schulen problematisch.

Düsseldorf – Kinderärzte haben vor einer Pflicht zur Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche gewarnt. Kinderärzte seien in großer Sorge, dass Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) eine „Impfpflicht durch die Hintertür“ einführen wolle und eine Immunisierung in den Schulen stattfinden solle. Das sagte der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Axel Gerschlauer, der Rheinischen Post (Mittwochausgabe). Auch wenn ein Schock als Impfreaktion sehr selten sei, wolle man einen solchen Vorfall keinesfalls in der Schule erleben. Eine Impfung dürfe nicht zur Voraussetzung für einen Schulbesuch werden.

Lehrergewerkschaft: Corona-Impfungen an Schulen erfordern großen Aufwand

Karliczek hatte einen Fahrplan für Impfungen von Heranwachsenden ab zwölf Jahren und ein Impfangebot für alle möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres verlangt. Der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE in Nordrhein-Westfalen, Stefan Behlau, sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Mittwoch): „Schulimpfungen mögen sich gut anhören, aber der Aufwand darf nicht unterschätzt werden.“ Bei Kindern und Jugendlichen müssten Informationen, Beratung und Abläufe besonders verantwortungsvoll und unter Einbeziehung der Eltern organisiert werden. Die Immunisierung könne in den Impfzentren erfolgen.

Corona-Impfung an Schulen: Für Schüler kommt bislang nur der Impfstoff von Biontech infrage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge kommt für minderjährige Schüler derzeit nur das Vakzin von Biontech infrage, dafür müssten Impfdosen reserviert werden. Die EU-Arzneimittelbehörde will über eine Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder ab zwölf Jahren noch im Mai entscheiden. Der Hausärzteverband Nordrhein forderte in der RP, Erwachsenen bei knappen Liefermengen Impf-Vorrang vor Kindern einzuräumen, die bei Corona-Erkrankungen meist geringe Symptome zeigten.

Ein Gymnasium in Langenfeld hat bereits den Plan geäußert, mit einem eigenen Impfteam in der Schule zu impfen. Das sorgte erst kürzlich für lautstarke und heftige Kritik von Impfgegnern. (dpa/lnw)

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