1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

NRW ist Hochburg von Unfällen mit E-Scootern – 604 Verletzte im Vorjahr

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lydia Schauff

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf dem Gehweg

Ein Mann ist unterwegs mit einem E-Scooter. Jeder vierte Unfall mit E-Scootern in Deutschland ereignete sich 2020 in NRW. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

2020 sind in Nordrhein-Westfalen bei Unfällen mit E-Scootern 604 Menschen verletzt wurden. Bundesweit passiert jeder vierte schwere Unfall mit den Kleinrollern in NRW.

Wiesbaden – Die Polizei hat im bevölkerungsreichsten Bundesland in Nordrhein-Westfalen 2020 insgesamt 566 Unfälle mit E-Scootern mit Personenschaden registriert. Dabei verunglückten 604 Menschen.

Für eine Person endete ein Unfall tödlich, 111 Menschen wurden schwer verletzt und 492 Personen trugen leichte Verletzungen davon, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.

Unfälle mit E-Scootern in Deutschland: jeder vierte schwere Unfall passiert in NRW

Deutschlandweit wurden 2155 Unfälle mit Personenschaden registriert. Fast jeder vierte schwere Unfall mit den elektrischen Kleinrollern ereignete sich demnach in NRW.

Das Land liegt den Angaben zufolge nach absoluten Zahlen vor Bayern (334) an der Spitze. Bei fast drei von vier Unfällen seien die Fahrerin oder der Fahrer hauptverantwortlich gewesen. Alkoholkonsum ist mit 18,3 Prozent die häufigste Ursache.

Unfälle in NRW: Corona-Pandemie lässt Zahl der Verkehrstoten auf Tiefststand sinken

Das Land NRW konnte mit Blick auf den Verkehr im Bereich Unfallstatistik in diesem Jahr auch etwas Positives vermelden. 2020 gab es in NRW ein Rekordtief bei den Verkehrstoten. Auf NRW-Straßen kamen 430 Menschen ums Leben (2019: 456). Das sei der niedrigste Stand von Verkehrstoten im Bundesland der gesamten vorliegenden Zahlenreihe seit 1980.  

Die wenigen Verkehrstoten 2020 sind eine positive Folge der Corona-Pandemie. „Aufgrund der Pandemie sank die Mobilität deutlich und in der Folge auch die Unfälle“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU) im März bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik am Mittwoch. Zeitweise war das Verkehrsaufkommen auf den nordrhein-westfälischen Straßen um 40 Prozent zurückgegangen.

Auch interessant