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Bahnbetreiber Abellio in der Krise: Züge dürfen in NRW vorerst weiterfahren

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Bahnreise mit der DB von Hannover HBF aus.
Das Bahnunternehmen Abellio steckt in finanziellen Schwierigkeiten. © Martin Wagner/Imago

Das Bahnunternehmen Abellio hat mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Nordrhein-Westfalen sollen die Züge jedoch erst einmal weiter fahren.

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ab, dass die Züge des angeschlagenen Bahnunternehmens Abellio vorerst weiterfahren können. Es gebe eine Einigung über den vorläufigen Weiterbetrieb, hieß es am Freitag in Verhandlungskreisen. Die Gremien der beteiligten Verkehrsverbünde müssten allerdings noch zustimmen. Ein Sprecher des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sagte, dies werde voraussichtlich bis Ende kommender Woche erfolgen.

Bahnunternehmen Abellio in finanzieller Krise: Züge fahren weiterhin in diesen Bundesländern

Abellio, eine Tochter der niederländischen Staatsbahn Nederlandse Spoorwegen, steckt in finanziellen Schwierigkeiten und befindet sich seit Juni in einem Schutzschirmverfahren. Dies ist eine Sanierung im Rahmen des Insolvenzrechts. Das Schutzschirmverfahren läuft Ende des Monats aus.

In Baden-Württemberg haben sich Abellio und das Land auf eine Fortführungsvereinbarung geeinigt, die bis zum Jahresende läuft, wie beide Seiten am Freitag mitteilten. In dieser Zeit soll eine langfristige Lösung gefunden werden. Auch in NRW soll nach einer dauerhaften Kostenentlastung für Abellio gesucht werden. In Sachsen-Anhalt und Thüringen hatte es bereits Mitte des Monats eine Vereinbarung für einen Weiterbetrieb bis 2030 gegeben.

Bahnunternehmen Abellio: 52 Zuglinien in Deutschland

Abellio hat in Deutschland rund 3100 Beschäftigte. Seine 52 Zuglinien fahren vor allem in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg. In NRW betreibt Abellio mehrere Regionalexpress-Linien, Regionalbahnen und S-Bahn-Verbindungen.

Abellio und andere Bahnunternehmen klagen über zu hohe Kosten

Abellio und andere Konkurrenten der Deutschen Bahn klagen über hohe Kosten, die beim Abschluss der langjährigen Verträge mit den Verkehrsverbünden nicht abzusehen gewesen seien. Sie fordern deshalb Nachzahlungen und vertragliche Verbesserungen, damit sie keine Verluste mehr einfahren. (dpa/lnw)Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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