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Passend zu Ostern: Bäckerei aus Hilden verwandelt Schoko-Nikoläuse in Schoko-Hasen

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Von: Lydia Mayer

Schokolade wird in die Form für einen Schoko-Osterhasen gegossen
Sabine Beielstein von „Ihr Bäcker Schüren“ gießt aus geschmolzenen Schoko-Nikoläusen von Gepa einen Schoko-Osterhasen. © Ihr Bäcker Schüren

Wegwerfen komm nicht infrage: Also verwandelt die Bäckerei Schüren aus Hilden kurzerhand Schoko-Nikoläuse in Schoko-Hasen. „Brot für die Welt“ hatte die Aktion angestoßen.

Hilden – Aus 600 fair produzierten Schoko-Nikoläusen werden 130 Schoko-Osterhasen. Seit Montag werden diese in den Filialen der Bäckerei Schüren in Hilden verkauft. Passend zu seinem Vorleben heißt der Bio-Schoko-Osterhase „Niko“ . 20 Kilo Schokolade von Fairtrade-Händler Gepa, der seinen Sitz in Wuppertal hat, wurden dafür eingeschmolzen und neu gegossen. Einen schokoladigen „Verwandlungsakt“ dieser Art hat das Unternehmen nach Auskunft einer Sprecherin zum ersten Mal vollzogen.

Keine Weihnachtsmärkte in NRW: Wegen Corona-Pandemie bleiben Tausende Schoko-Nikoläuse liegen

Dass so viele Schoko-Nikoläuse im Lager liegen geblieben sind, statt in der Weihnachtszeit in den Mündern von Naschmäulern zu verschwinden, ist auch der Corona-Pandemie geschuldet.

Die größten Abnehmer der Fairtrade-Schokonikoläuse waren bisher Kirchgemeinden, die die die Schoko-Figuren dann auf Weihnachtsmärkten und Basaren verkaufen. Das erklärte Ulrich T. Christenn von der Diakonie Rheinland/Westfalen-Lippe und Sprecher vom Hilfswerk „Brot für die Welt“ gegenüber der Rheinischen Post.

Nicht verkauft: Gepa aus Wuppertal spendet 2.500 Schokonikoläuse an Hilfswerk „Brot für die Welt“

Und weil Corona auch Weihnachtsmärkten und -basaren einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, konnte eine Vielzahl der Schokonikoläuse nicht verkauft werden. Also hat Gepa 2500 Stück an das Hilfswerk „Brot für die Welt“ gespendet.

Und das wiederum hat verschiedene Aktionen organisiert, damit die Schokolade eine neue Bestimmung findet. So werden in Kirchgemeinden etwa Schokobrötchen mit den über gebliebenen Schoko-Nikoläusen gebacken. Oder es werden eben einfach Schokohasen daraus, so wie in Hilden.

„Die Idee war recht schnell formuliert, als klar war, dass wir Schoko-Nikoläuse von Gepa noch vor Ostern erhalten: Aus Nikoläusen machen wir Bio-Schoko-Osterhasen“, erklärt Roland Schüren, Inhaber der Bäckerei „Ihr Bäcker Schüren“, die auch sonst viel Wert auf Nachhaltigkeit setzt.

In Hilden werden Schoko-Nikoläuse zu Schokohasen: Aktion gegen Lebensmittel-Verschwendung

Mit der Aktion soll nicht nur auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht werden, sondern auch auf den hohen Wasserverbrauch der mit der Kakaoherstellung einhergeht. Auch auf die Arbeitsbedingungen auf Kakao-Plantagen in Afrika, die nicht unter fairen Bedingungen produzieren und in der Regel Kinder als Arbeiter einsetzen, soll so hingewiesen werden.

Apropos Schokolade und Corona-Pandemie. Auch das Schokoladen-Museum in Köln leidet darunter. Nachdem das Schokoladen-Museum erst vor wenigen Wochen wieder öffnen durfte, muss es nun wieder für Besucher schließen. Grund: die Corona-Inzidenz ist in Köln so hoch, dass die Stadt Lockerungen wieder zurückgenommen hat. Lediglich die städtischen Museen dürfen ab Mittwoch in Köln wieder öffnen. Wer rein möchte, muss aber einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltests vorweisen.

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