Geflügelgrippe im Kölner Zoo – Tierpark ab Samstag wieder offen

Aktualisiert:

Von: Jonah Reule

Der Kölner Zoo war wegen des Ausbruchs der Geflügelgrippe geschlossen, nun darf er am Samstag (17. Februar) wieder öffnen.

Kölner Zoo darf am 17. Februar wieder öffnen

Der Kölner Zoo darf ab Samstag, 17. Februar, wieder regulär öffnen. „Die zuständigen Behörden der Stadt Köln teilten dies heute den Zoo-Verantwortlichen mit. Zwischenzeitlich war der Zoo aufgrund von Befunden aviärer Influenza bei wenigen seiner Vögel durch die Behörden vorsorglich geschlossen worden“, heißt es weiter. Direkt ergriffene Schutzmaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt der Stadt Köln hätten dafür gesorgt, dass sich das ausdrücklich nur für Vögel gefährliche Virus nicht weiter ausbreiten konnte.

Köln – Seit Rosenmontag 2024 (12. Februar) ist der Kölner Zoo in Riehl (Stadtbezirk Köln Nippes) aufgrund eines positiven Geflügelgrippe-Befunds geschlossen. Mehrere Tiere des Kölner Zoos hatten sich mit der Geflügelgrippe angesteckt. Jetzt gibt es neue Details. Der Zoo bleibt „zunächst weiterhin vorübergehend geschlossen“, heißt es in einer Mitteilung des Zoos. Im Tierpark arbeiten die Pfleger mit dem Veterinäramt daran, das Virus einzudämmen. Sieben Vögel sind derzeit laut Zoo infiziert. Zudem gab es laut Zoo auch Todesfälle.

Vogelgrippe im Kölner Zoo ausgebrochen – zwei Puten und drei Enten gestorben

Geschlossener Eingang des Kölner Zoos
Besucher des Kölner Zoos stehen derzeit vor verschlossenen Toren. (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Derzeit werden alle potenziell vom Virus betroffenen Vogelarten im Zoo regelmäßig auf das Virus getestet. „Von den ersten 75 Proben waren erfreulicherweise 58 negativ. Nur sieben zeigten den für die Vögel gefährlichen Virustyp an“, erklärte der Zoo. Alle sieben positiv getesteten Vögel stammen zudem aus demselben Weiher. „Dies spricht dafür, dass das Virus durch die vom Kölner Zoo sofort ergriffenen Maßnahmen lokal eingrenzt werden konnte“, so der Zoo. Bislang laut Zoo zwei Wildputen und drei Enten gestorben. Die Tiere seien positiv auf das Virus getestet worden.

Geflügelgrippe im Kölner Zoo

► Bislang wurden 75 Proben genommen

► 58 Proben fielen negativ aus

► Sieben Vögel wurden positiv getestet

► Zwei Wildputen und drei Enten starben an dem Virus

Im Zoo leben rund 1.500 Vögel, davon sind über 650 Enten- und Hühnervögel. Sie alle wurden in verschiedenen Bereichen untergebracht und nach Bezirken aufgeteilt. Dabei gelten für die Pflege „strenge Desinfektions- und Hygienevorschriften“. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, werden die Vögel je nach Bereich nur von einer bestimmten Gruppe an Tierpflegern betreut.

Vermutung, wie Geflügelgrippe in den Kölner Zoo gekommen ist

Die Ansteckung mit Geflügelgrippe findet in der Regel durch den direkten Kontakt zwischen Vögeln statt. Übertragen wird das Geflügelgrippe-Virus häufig von wildlebenden Wasservögeln. „Dies muss auch im Kölner Zoo der Fall gewesen sein“, erklärt der Zoo. Wildvögel können das Virus auch über eine längere Entfernung an einen Ort wie den Kölner Zoo verschleppen. Darüber hinaus kann das Virus laut Zoo aber auch indirekt durch Menschen, Fahrzeuge, Mist, Futter oder Transportkisten übertragen werden.

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest oder aviäre Influenza genannt, ist eine Krankheit, die bei Vögeln vorkommt. Übertragen wird die Krankheit über Influenza-A-Viren unter anderem durch den direkten Kontakt von Vogel zu Vogel. Vor allem wildlebende Wasservögel verbreiten oftmals die Vogelgrippe. Auch eine indirekte Übertragung durch Futter, Mist, Menschen, Fahrzeuge und Transportkisten ist möglich. Das Risiko für Menschen, an der Vogelgrippe zu erkranken, ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) sehr gering.

Vogelgrippe keine Gefahr für Menschen – Öffnung hängt vom Ausgang der weiteren Proben ab

Menschen oder andere Tiere sind laut Zoo „nicht gefährdet“. Und: „Laut Robert-Koch-Institut ist das Risiko für Menschen selbst bei engem Kontakt mit Vögeln als sehr gering einzuschätzen“, heißt es in der Mitteilung des Zoos. Im Kölner Zoo wurde nach der Entdeckung des Virus ein Notfallplan umgesetzt

Wann genau der Zoo wieder öffnen darf, steht bislang noch nicht fest. In Absprache mit dem Kölner Veterinäramt werden am Donnerstag (15. Februar) bei den Vögeln weitere Proben genommen. Vom deren Ergebnissen hängt ab, wann Tierfreunde den Kölner Zoo wieder besuchen können. „Wir informieren dazu, sobald die Ergebnisse vorliegen“, wird der Direktor des Kölner Zoos, Prof. Theo B. Pagel in der Mitteilung des Zoos zitiert. Auf das ebenfalls im Kölner Zoo lebende FC-Maskottchen Hennes hat der Virus-Ausbruch keine Folgen. So wird der Geißbock trotz der Vogelgrippe im Kölner Zoo beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen am Freitagabend (16. Februar) wie gewohnt im Stadion dabei sein. (jr)

Kommentare

$Teilen