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Corona in NRW: Neuer Erlass regelt Umgang mit übrigen Impfdosen und Unverträglichkeiten

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Von: Lydia Mayer

Ein Helfer bereitet Impfstoff gegen Covid-19 von Biontech/Pfizer für eine Impfung vor.
Bei Unverträglichkeiten erlaubt das Land NRW nun auch, dass bei Corona-Impfungen auf andere Hersteller ausgewichen werden darf. © Robert Michael/dpa

Ein neuer Erlass der Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen ermöglicht den Städten und Kreisen ein flexibleres Vorgehen beim Impfen gegen Corona. Restdosen dürfen etwa für andere verwendet werden.

Düsseldorf – Wer durch ein ärztliches Zeugnis die Unverträglichkeit für einen bestimmten Corona-Impfstoff nachweisen kann, erhält in NRW die Möglichkeit, sich auch mit einem anderen Impfstoff impfen zu lassen. Das stellt ein neuer Erlass des Gesundheitsministeriums klar. „Die betreffenden Personen sind darauf hinzuweisen, dass eine Impfung mit einem alternativen Impfstoff aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit ggf. zu einem späteren Impfzeitpunkt erfolgen muss“, heißt es darin.

Erlass vom NRW-Gesundheitsministerum: Impfung für unter 80-Jährige ab 8. April

Aus dem Erlass geht auch hervor, dass in Nordrhein-Westfalen ab dem 8. April auch Menschen unter 80 Jahren geimpft werden. Das geht aus einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen ab dem 6. April die ersten Einladungen zum Impfen an 79-Jährige herausgehen. Danach folgen nach und nach die weiteren Jahrgänge.

Bis dahin ist es den Kreisen und kreisfreien Städten nun auch erlaubt, mit übrig gebliebenen Impfdosen zum Beispiel Menschen unter 80 zu impfen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärt dazu: „Das Land reagiert schnell und unbürokratisch auf die Meldung zahlreicher Kommunen, dass sie freie Terminkapazitäten haben. Wir stellen hiermit klar: Die Kommunen haben die Beinfreiheit, vorhandene Impfkapazitäten auch zu nutzen. Wir wollen Strecke machen!“

Neuer Erlass in NRW: übriggeblieben Impfdosen vorrangig für Vorerkrankte verwenden

Übriggebliebene Impfdosen sollten in diesem Fall aber vorrangig für Personen mit Vorerkrankungen verwendet werden. Der Nachweis der Impfberechtigung hat in diesem Fall mittels ärztlichem Attest zu erfolgen. Es bedarf aber keiner Aufführung einer konkreten Diagnose.

Mit den gestaffelten Einladungen zunächst für 79-Jährige soll laut Erlass eine Überlastung der Terminsysteme ausgeschlossen werden. Als die Menschen über 80 alle auf einmal eingeladen worden waren, hatte es Probleme unter anderem in den Call-Centern gegeben.

Corona in NRW: Schnelltest, ein Nasenspray gegen Coronaviren und neue Regeln

Ein weitere wichtige Säule im Umgang mit der Corona-Pandemie sind nach wie vor die Schnelltests. Einen Überblick zeigt, wo derzeit Schnelltests in Köln und Schnelltests in Düsseldorf möglich sind. Hoffnung macht auch eine aktuelle Untersuchung der Uni Köln, für die noch Probanden gesucht werden. An ihnen soll der Wirkstoff eines Nasensprays gegen Heuschnupfen getestet werden. Dieses tötet nach ersten Erkenntnissen Coronaviren ab.

Ab Montag, 29. März, gelten Nordrhein-Westfalen zudem neue Corona-Regeln. Zwar wurde der generelle Lockdown beim Corona-Gipfel zum 18. April verlängert, es kommen neue, verschärfte Maßnahmen in der Corona-Pandemie auf die Bürger zu, Grund dafür ist die von Bund und Ländern vereinbarte Notbremse, die nun infolge steigender Neuinfektionen und Inzidenzen in Kraft tritt. (dpa/lys)

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