Oster-Lockdown

Corona in NRW: Diese Lockdown-Regeln gelten – der Überblick

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Ab Montag, 29. März, müssen sich die Bürger auf neue Corona-Regeln einstellen (Symbolbild).
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Beim Corona-Gipfel wurden neue Lockdown-Maßnahmen, die ab dem 29. März gelten, besprochen. Welche Regeln die Corona-Schutzverordnung für NRW vorsieht – die Übersicht

Corona in NRW: Diese Lockdown-Regeln gelten ab Montag – der Überblick

  • Corona-Notbremse greift in Kommunen mit hoher Inzidenz
  • Kommunen dürfen Ausnahmen machen – Öffnungen sind mit negativem Corona-Test theoretisch möglich
  • Kontaktbeschränkungen über Ostern gelockert
  • Sonnenstudios dürfen unter gewissen Regeln öffnen
  • Volksfeste und Schützenfeste sind bis 31. Mai verboten

Update vom 26. März, 13 Uhr: In Nordrhein-Westfalen wird ab Montag, 29. März, die Notbremse nicht wie erwartete landesweit in Kraft treten, sondern nur in Kommunen mit hohen Inzidenzen greifen. Das geht aus der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, hervor.

Demnach müssen lediglich in Regionen mit einer hohen Inzidenz unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Die Kommunen dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Corona-Test erlauben. Den Menschen solle auch „ein praktischer Anreiz“ gegeben werden, sich testen zu lassen, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Mit einem negativen Test könnten sie dann wieder mit Termin in den Baumarkt, in Geschäfte oder mit den Kindern in den Zoo gehe.

Ebenso werden die Kontaktbeschränkungen über das Osterwochenende gelockert – auch in Regionen mit einer hohen Inzidenz. Von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) dürften sich landesweit unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, heißt es in der neuen Corona-Schutzverordnung. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgerechnet. Eigentlich gilt in Kommunen mit Sieben-Tage-Inzidenz über 100, dass sich Menschen aus einem Hausstand nur mit einer weiteren Person im öffentlichen Raum treffen dürfen. Diese Regelung wird für das Osterwochenende aufgeweicht.

Zudem erlaubt die neue Schutzverordnung ab dem 29. März wieder den Betrieb von Sonnenstudios in NRW. Das bisherige Verbot wurde aus dem Regelwerk gestrichen. Wie bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen allerdings bestimmte Vorgaben beachtet werden. Laumann begründete die Änderung am Freitag mit entsprechenden Gerichtsurteilen.

Voraussetzung ist – wie auch zum Beispiel bei Kosmetikstudios –, dass das Sonnenstudio in einem Kreis oder einer Stadt liegt, wo es keine Beschränkungen durch ein hohes Infektionsgeschehen gibt. Sonst dürfen körpernahe Dienstleistungen ab dem 29. März allgemein gar nicht oder nach einem negativen Corona-Test angeboten werden.

Große Festveranstaltungen wie Volksfeste oder Schützenfeste sind in Nordrhein-Westfalen noch bis mindestens zum 31. Mai verboten. In der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Freitag veröffentlicht wurde, wurde dieses Datum ergänzt. Vorher war dort kein konkretes Datum genannt worden. Die Konkretisierung schafft Planungssicherheit für viele Vereine, die sonst im Frühjahr ihre Schützenfeste abgehalten hätten. (jaw/bs/dpa/lnw)

Corona in NRW: Diese Lockdown-Regeln gelten ab Montag – der Überblick

Erstmeldung vom 25. März

Düsseldorf – Nun steht es fest: Ab Montag, 29. März, gelten neue Corona-Regeln. Zwar wurde der generelle Lockdown beim Corona-Gipfel zum 18. April verlängert, jedoch kommen neue, verschärfte Maßnahmen in der Corona-Pandemie auf die Bürger zu – allein schon, weil die festgesetzte Notbremse nun erstmals in Kraft treten soll.

Nachdem jedoch zunächst davon gesprochen wurde, sowohl Gründonnerstag als auch Karsamstag zu sogenannten Ruhetagen zu definieren, kippte die Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Beschluss. Auch wenn für Nordrhein-Westfalen noch einiges unklar ist, plant Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, diese Maßnahmen.

Offen ist auch, ob sich eventuell die Einwohner von Köln auf neue Regeln einstellen müssen – Köln hat sich unter anderem als Modellregion für mögliche Öffnungen trotz Corona ins Spiel gebracht. Der Krisenstab der Stadt um Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird zur aktuellen Corona-Lage in Köln am Freitagmittag informieren.

Nach Corona-Gipfel mit Angela Merkel – das könnte sich in NRW ändern

  • Notbremse greift
  • Einzelhandel kann kein „Click and Meet“ mehr anbieten
  • Lebensmittelhandel über Ostern doch geöffnet
  • Reiseregelungen

Corona in NRW: Verschärfte Lockdown-Maßnahmen – Wann greift die Notbremse?

Die „Notbremse“ bedeutet die Rücknahme bereits erfolgter Lockerungen wie Öffnungen von Geschäften, Museen und Sportanlagen. Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen im Land oder einer Region über 100, treten ab den zweiten darauffolgenden Tag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, in Kraft, heiß es im Bund-Länder-Beschluss.

Obwohl die Inzidenz schon seit einigen Tagen in NRW über 100 liegt, kündigte Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, bereits an, dass die Neuregelung erst ab Montag, 29. März, greifen. Dann wird der gesamte Einzelhandel – ausgenommen Gartenmärkte – sowie Museen und Zoos erneut geschlossen. So bereitet sich unter anderem das Schokoladenmuseum Köln bereits auf eine erneute Schließung vor.

Eine weitere wichtige Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in NRW sind Schnelltests. So ist es möglich, in Köln an unterschiedlichen Standorten einen Corona-Schnelltest durchführen zu lassen. In Köln ist dieser durchaus wichtig: Für den Friseurbesuch oder den Besuch im Zoo brauchen Kölner ein negatives Testergebnis. Auch in Düsseldorf gibt es Angebote für den kostenlosen Corona-Schnelltest.

Gilt die Notbremse landesweit oder nur regional?

Laschet hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, die „Notbremse“ werde landesweit gezogen, wenn die Grenze erreicht sei – unabhängig von der Inzidenz vor Ort. „Das gesamte Land wird hier als Maßstab genommen“, so Laschet.

Corona in NRW: Lockdown-Maßnahmen – Was gilt für die Geschäfte?

Zwar war das Termin-Shopping in dieser Woche noch möglich, ab Montag, 29. März, müssen sich Kunden jedoch vom Click & Meet verabschieden. Danach kann nur noch bestellt und die Ware im Laden über Click & Collect abgeholt werden.

Die Länder könnten in ihren neuen Schutzverordnungen allerdings Ausnahmen vorsehen – etwa für Friseure, die schon seit dem 1. März mit Auflagen bundesweit wieder öffnen durften, weil ihre Arbeit als eine Frage der Hygiene und „Würde“ eingestuft wurde. Auch wa.de* berichtet, welche Änderungen ab Montag in NRW in Kraft treten könnten*.

Corona in NRW: Lockdown-Maßnahmen – Was passiert in extrem belasteten Regionen?

Bei Kreisen, die weit über der 100-Schwelle lägen, seien zusätzliche Schutzmaßnahmen mit dem NRW-Gesundheitsministerium zu verabreden, so Laschet. Laut Bund-Länder-Beschluss könnte das zum Beispiel eine Pflicht zum Tragen besser schützender Masken im Auto für Mitfahrer bedeuten, die nicht zum Hausstand des Fahrers gehören, oder auch eine erweiterte Schnelltest-Pflicht auf Bereiche, wo Abstandsregeln und konsequentes Maskentragen erschwert sind.

Corona in NRW: verschärfte Lockdown-Maßnahmen – Gibt es Ausgangsverbote?

Da die NRW-Landesregierung nach wie vor Ausgangsverbote ablehne, werde in NRW weiter auf Kontaktbeschränkungen gesetzt: „Ausgangsverbote sind keine Lösung“, sagte Laschet.

Kontaktbeschränkungen: Diese Regeln gelten in NRW

Bund und Länder haben sich auf Treffen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten geeinigt. Paare sollen generell als ein Hausstand zählen. Kinder bis 14 Jahre zählen extra.

Corona in NRW: Verschärfte Lockdown-Maßnahmen – Bleiben die Supermärkte über Ostern geöffnet?

Obwohl zunächst von einer Ruhezeit vom 1. bis 5. April – also die gesamte Osterzeit – gesprochen wurde, kippte Merkel bereits diesen Beschluss. Laut der Osterruhezeit wären die Supermärkte am Gründonnerstag geschlossen und am Karsamstag geöffnet gewesen. Nun bleiben die Lebensmittelgeschäfte an beiden Tagen geöffnet und schließen nur wie gewohnt an den gesetzlichen Feiertagen (Karfreitag und Ostermontag).

Corona in NRW: verschärfte Lockdown-Maßnahmen – Welche Regeln gelten für Reisen?

Bund und Länder appellieren eindringlich an die Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im In- und Ausland zu verzichten. Für Rückkehrer aus ausländischen Gebieten mit hohen Infektionszahlen oder mit einer starken Verbreitung von Virusvarianten gibt es schon eine Quarantänepflicht.

Die Bundesregierung will zudem einen Test vor dem Abflug für die Einreise nach Deutschland vorschreiben. Nach einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums soll die geplante Testpflicht für Reiserückkehrer bereits ab Freitag, 26. März, in Kraft treten. Die Testpflicht soll unabhängig davon gelten, ob die Beförderung aus einem Risikogebiet stattfindet. „Personen, die einen entsprechenden Testnachweis nicht vor Abreise ihrem Beförderer vorlegen können, dürfen nicht befördert werden“, heißt es im Beschluss-Text. Die Regelung soll zunächst bis zum 12. Mai gelten.

In NRW werden die Testungen an den großen NRW-Flughäfen bereits vorbereitet, so Laschet. Welche Hinweise das Auswärtige Amt an Reisende gibt, berichtet 24RHEIN. (jaw/dpa) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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