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So erhalten in NRW auch unter 70-Jährige eine Corona-Impfung – diese Regeln machen es möglich

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Von: Lydia Mayer

Eine Pflegekraft wird gegen das Corona-Virus geimpft.
Mehrere Regelungen ermöglichen in NRW auch unter 70-Jährigen – die Impfung dieser Personengruppe beginnt ab 8. April – eine Corona-Impfung. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa

Der Impferlass des NRW-Gesundheitsministeriums soll ein flexibleres Vorgehen bei Corona-Impfungen ermöglichen. Mehrere Regelungen ermöglichen auch unter 70-Jährigen eine Impfung.

Düsseldorf – Der neue Impferlass vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium ermöglicht es auch Menschen unter 70 Jahren, ab dem 8. April in NRW geimpft zu werden. Mehrere Regelungen machen das möglich: etwa die Paar-Impfung und die Impfung von Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen.

NRW: Paar-Impfung ermöglicht auch unter 70-Jährigen den Corona-Schutz

Die 79-Jährigen, die in NRW nach Ostern ihre Corona-Impfungen erhalten sollen, können einen Termin für ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin mit ausmachen – egal wie alt diese sind. Das hat das Gesundheitsministerium klar gestellt. Wie man belegt, dass man verpartnert ist, wenn man nicht verheiratet ist, überlässt das Gesundheitsministerium den Kreisen und kreisfreien Städten. Man spreche sich hier „für ein möglichst pragmatisches Vorgehen“ aus, so das Ministerium auf seiner Internetseite.

Außerdem sollen jetzt auch bettlägerige Personen über 80 Jahre sowie Personen mit Pflegegrad 4 Zuhause geimpft werden. Betroffene Pflegebedürftige können ihrem Arzt außerdem bis zu zwei Kontaktpersonen benennen, die im Rahmen der aufsuchenden Impfung mitgeimpft werden. Diese Personen sollen sich für ein Impfangebot an Ihren Hausarzt wenden.

Auch Schwangere haben die Möglichkeit zwei Kontaktpersonen zu bestimmen, die gegen das Coronavirus geimpft werden sollen.

Impferlass NRW: übrig gebliebene Dosen sollen an vorerkrankte Personen verimpft werden

Der neue Impferlass regelt auch, dass Personen, die eine Unverträglichkeit ärztlich attestieren können, die Möglichkeit erhalten, sich einen anderen Impfstoff rauszusuchen. Voraussetzung ist allerdings, dass es genügend Impfstoff gibt. Ansonsten müssen die betreffenden Personen warten, bis die Impfung mit dem gewünschten Wirkstoff möglich ist.

Außerdem gibt der neue Erlass Städten und Gemeinden mehr Freiheit beim Umgang mit Restdosen. Diese sollen dann an Personengruppen mit Vorerkrankungen verimpft werden. Dazu zählen etwa Menschen mit transplantierten Organen, mit Diabetes mellitus, chronischen Leber- und Nierenerkrankungen oder Personen mit Adipositas.

Coronavirus in NRW:

Sorgen bereitet dem Land aktuell die steigende Zahl der Neuinfektionen, die mit einem starken Anstieg der Wocheninzidenz in NRW einhergeht. Derzeit liegen nur noch 16 der 53 Landkreise und Städte unter dem kritischen Wert von 100. Im Kreis Lippe hat ein Corona-Ausbruch in einer Baptisten-Gemeinde die Inzidenz innerhalb weniger Tage von 140 auf 230 hochgetrieben. 300 Infizierte wurden bisher registriert.

Aufgrund der landesweiten Situation und infolge einer Entscheidung beim Bund-Länder-Gipfel am Montag nimmt auch das Land NRW ab Montag zahlreiche Lockerungen zurück und verschärft die Corona-Verordnung wieder. (mit dpa)

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