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Unwetter in NRW: 24 Menschen sterben – Frau leblos auf Straße gefunden

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Wassermassen bahnen sich ihren Weg
Das Unwetter hat viele Keller in NRW bedrohlich volllaufen lassen. Für einige Menschen können diese anschließend sogar zur Todesfalle werden. © Bernd März/dpa

Bei den Unwettern in NRW sind 24 Menschen um Leben gekommen. In Rheinbach wurde eine Frau tot auf der Straße gefunden. In Solingen starb ein ein Mann in seinem Keller.

Köln/NRW – Das Unwetter über NRW hat immer weitreichendere Folgen. Neben etlichen Sachschäden wurde nun auch die ersten Todesopfer gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen kamen bisher 24 Menschen ums Leben. So wurden unter anderen in Köln am Donnerstagmorgen zwei Tote in Kellern gefunden. Aber auch in vielen weiteren Regionen starben Menschen im Zuge des Unwetters.

Todesopfer nach Unwetter in NRW: 15 Menschen in Euskirchen gestorben

Bei dem Regenfällen im Kreis Euskirchen im Süden von Nordrhein-Westfalen sind nach ersten Erkenntnissen der Behörden mehrere Menschen ums Leben gekommen. Während am Morgen noch von acht Toten die Rede war, stieg die Zahl der Todesopfer dort inzwischen auf 15. Zwei der Toten lebten in den Zülpicher Ortsteilen Schwerfen und Sinzenich, wie die Stadt mitteilte. In mehreren Orten des Kreises sei die Lage sehr kritisch, hieß es. Teilweise bestehe kein Zugang zu den Orten. Im Kreisgebiet sei die Kommunikation weitgehend ausgefallen.

In mehreren Orten sei die Lage sehr kritisch. „Es finden Menschenrettungen statt“, hieß es weiter. Teilweise bestehe kein Zugang zu den Orten. Im Kreisgebiet sei die Kommunikation weitgehend ausgefallen. Auch der Feuerwehr-Notruf 112 und die Kreisverwaltung seien nicht zu erreichen. Wegen der Verbindungsprobleme könne der Kreis derzeit nur unregelmäßig informieren.

Unwetter in NRW: Drei Tote in Rheinbach – Leiche auf Straße entdeckt

In Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis) ist am frühen Donnerstagmorgen eine tote Frau auf einer Straße entdeckt worden. Ein Zusammenhang mit dem Unwetter, von dem auch Rheinbach mit überfluteten Straßen stark betroffen war, sei wahrscheinlich, erklärte die Bonner Polizei. Die Tote habe noch nicht identifiziert werden können. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Wie die Polizei Köln mitteilte, wurden in Rheinbach inzwischen drei Tote gemeldet.

Todesopfer nach Unwetter in NRW: Zwei Feuerwehrmänner sterben im Einsatz

Ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann kollabierte bei einem Unwettereinsatz im sauerländischen Werdohl und starb trotz Reanimationsversuchen. Die Polizei ging von einem internistischen Notfall aus.

Wenige Stunden zuvor war in Altena im Sauerland ein Feuerwehrmann bei der Rettung eines Mannes ertrunken. Der 46-Jährige war nach Angaben der Polizei im Märkischen Kreis nach der erfolgreichen Bergung beim Einsteigen ins Feuerwehrfahrzeug ins Wasser gefallen und abgetrieben. Kurze Zeit später habe man ihn nur noch tot bergen können.

Todesopfer nach Unwetter in NRW: Zwei Senioren sterben wegen Überschwemmungen in Kellern

In Kamen (Kreis Unna) ist ein 77 Jahre alter Mann im Zuge der Überschwemmungen gestorben. Der Mann sei in dem unter Wasser stehenden Keller seines Wohnhauses ums Leben gekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen nicht vor. Die Todesumstände würden von der Kriminalpolizei ermittelt.

In Solingen ist ein 82 Jahre alter Mann nach einem Sturz im überfluteten Keller seines Hauses gestorben. Bei dem Sturz sei er mit dem Kopf unter Wasser geraten, sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Polizei am Donnerstag. Nach Angaben der Stadt Solingen war der Mann aus einem Kellerschacht gerettet und wiederbelebt worden. Er sei nach dem Transport ins Krankenhaus gestorben. (os mit dpa)

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Dieser Text wurde am 15. Juli um 14:58Uhr inhaltlich aktualisert. Neuerung: Weitere Todesfälle ergänzt.

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